• Maria

Wertvolle regelfreie Spielzeit



Wusstest du, dass 15 Minuten bewusste Zeit am Tag reichen, um die Beziehung zu dir und deinem Kind wieder zu intensivieren? ⁣ ⁣Bauchtier Kinder und ihre Eltern haben oft intensive und anstrengende Phasen zusammen. Es wichtig, schöne Zeiten zusammen zu erleben.⁣ Strukturen und Regeln geben dem Bauchtier zum einen Halt und Orientierung. Paradoxerweise hat aber das Bauchtier auch ein maßgebliches Problem mit Regeln.


Eltern und Kinder erleben oft intensive und anstrengendePhasen zusammen


In der regelfreien Spielzeit können Kinder und Eltern bewusst Zeit miteinander verbringen, kommen sich wieder näher und geraten nicht so rapide in das Hamsterrad des oppositionellen, verweigernden und wütenden Verhaltens. Bei ca. 15% der Kinder eines Bauchtiers kommt es zu eben jenem Auftreten. Aufgrund ihres ausgeprägten Ungerechtigkeitsinns und der steten Empfindung einer Abwertung, reagieren sie auch im Bereich des sozialen Miteinanders ausgesprochen überempfindlich.


Ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn machen das Eltern-Kind Konstrukt fragil


Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist mit dem eigenen Kind banale Spiele zu spielen. Die Zeit in der wir in Diskussionen stecken und die vergeblichen Versuche, Spielregeln zu besprechen- ob vor, während oder nach dem Spiel- prägen in den allermeisten Fällen das Spielen miteinander und machen es schier unmöglich. Irgendwann wütet mein Sohn, fängt an zu weinen, rennt aus dem Zimmer oder fegt das Spielbrett vom Tisch. Spielen ohne Zweck, einfach so aus Freude, war bis vor kurzem nicht möglich im Leben des Bauchtiers.

Auch die einfachsten Spiele, die ich mit meiner eigenen Kindheit in Verbindung brachte, ausgezeichnete Bastelideen und phänomenale Projekte, endeten in einem Kampf aus Tränen, Frust, Ärger, Enttäuschung und ... die Latte der Emotionen ist lang mit so einem Bauchtier im Haus.



Was kannst du tun, um die Beziehung zu dir und deinem Kind positiv zu stärken?


Man hat heraus gefunden, dass etwa 15 Minuten Spielen am Tag- ohne Erwachsenenregeln - die Beziehung zu dir und deinem Kind nachhaltig beeinflussen.

Dann darf das Kind die Regeln bestimmen. Es darf bestimmen was und wie ihr eure Spielzeit gestaltet. Meistens mischen wir uns als Erwachsene viel zu sehr in das gemeinsame Spiel ein, wir bestimmen und geben doch irgendwie die Regeln vor. Das Kind macht in dieser Zeit eine basale Erfahrung, nämlich das es nicht reglementiert und getadelt wird. Eltern und Kind können ihre ganz eigenen Kompetenzen bilden und ausbauen. Sie erfahren ein neues Miteinander, welches durch Spaß, Vergnügen und Glückseligkeit geprägt ist. Die intensive und strapazierte Beziehung zueinander kann wiederhergestellt werden. Wir fokussieren uns als Eltern eines Kindes, welches durch eine Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwäche eben kein leichtes Spiel hat, auf die Stärken unseres Kindes. Manchmal sind eben jene fast in Vergessenheit geraten und jede Playmobilschlacht in der wir als Verlierer raus gehen lohnt sich doch dann um so mehr.


Es ist nicht ganz einfach und bedarf ein wenig Übung für den erwachsenen Elternteil, denn sich komplett zurück zu halten, liegt denke ich nicht in der Natur von Eltern. Zumindest nicht in meiner Natur. *Lächel*. Jedenfalls braucht es ein wenig Übung, sobald du dich darauf einlässt, ohne den Blick auf die Uhr zu richten und die Zeit ganz bewusst erlebst, wird das eine neue und spannende Erfahrung für euch. Und es ist so schön, zusammen zu spielen. Vielleicht werdet ihr nach langer Zeit mal wieder zusammen lachen und in einer völlig konfliktfreien Zone zueinander finden.

Ich wünsche dir viel Freude und eine gute Spielzeit zusammen mit deinem Kind!

Strukturen, Rituale und gemeinsame Eltern-Kind-Zeiten bringen einander wieder näher. ⁣


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