Über Bauchtier. Über uns.

Glücklich zu sein ist keine Kunst. Die wirkliche Kunst ist zu wissen, was man tun kann, wenn man unglücklich ist.

                       (Jesper Juul)

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Hallo, ich bin Maria !

Sozialpädagogin, Systemische Familientherapeutin (DGSF) und Mutter von zwei Kindern. Auf Bauchtier findest du Ratschläge und Erlebnisse rund um ein lautes und leises Familienleben. 

Schön, dass du hier bist! Ich schreibe auf meinem Blog seit 2020 über die wunderbare Welt mit wahrnehmungsstarken Kindern. Anders, als die Gesellschaft sie oft zu Problemkindern macht, verkennen wir das Potential das in ihnen steckt. Sie sind einfühlsam, sensibel und spontan. Mal laut, mal leise. Sie haben ein besonderes feines Gespür für schöne Dinge. Sie schätzen Kleinigkeiten und nehmen ihre Umwelt auf eine ganz besondere Weise wahr. Sie erleben ihre Welt mit allen Sinnen.  Manchmal so intensiv, sodass ihre Reizoffenheit zu einem inneren Chaos führt. Daraus resultiert eine Überforderung für die betroffenen Kinder, aber auch für ihre Eltern und Geschwister, Großeltern und ErzieherInnen.
In jeder Familie finden sich Regeln, Werte und Normen. Nahe zu jede Familie hat ihren ganz eigenen Erfahrungsraum. Ich möchte dich gerne teilhaben lassen und freue mich, dir mehr von unserem Erfahrungsraum erzählen zu können. 
Hier findest du Erfahrungsberichte über unseren Alltag, Ratschläge und Unterstützung für einen achtsamen und friedvollen Umgang miteinander. Kinder mit einer Aufmerksamkeit- und Konzentrationsstörung brauchen starke Eltern. Familien die ein solches Kind großziehen, machen einen tollen Job. Eltern, Mütter und Väter brauchen genauso Unterstützung, wie das wahrnehmungsstarke Kind.

Oft fehlen Kindern aufgrund der Schwierigkeiten die sie mit sich selbst und ihrer Umwelt haben, zustimmende Beziehungen und ein konfliktfreier Alltag. Manchmal schaffen es vor allem Eltern nicht mehr, eine positive Beziehung zu ihrem Kind und sich selbst herzustellen. Nicht weil sie es nicht können oder wollen, sondern weil sie sich in den vielen Emotionen ihres wahrnehmungsstarken Kindes verlieren und schließlich an sich selbst zweifeln. 
 
Wie war das bei uns? Unser kleines System funktionierte. Irgendwie. Es war mal laut, mal leise. Gemeinsam mit dem Kindergarten schauten wir irgendwann aufmerksamer auf unsere Familie. Wir mussten einsehen, dass nichts mehr in bester Vorstadt Ordnung war. Alles begann sich, wie ein Mobile zu bewegen. Wir mussten uns neu ordnen, finden und die Herausforderung der "Veränderung" annehmen.
 
Wer bin ich? Ich bin Maria, Ehefrau und Mutter von zwei wilden Jungs *2012 und *2016. In vielen Facetten meiner wilden Kerle finde ich mich wieder. Ich war schon immer eine Quasselstrippe und sollte damals in der Grundschule von meinem Mathelehrer einen Orden für die "schwatzhafteste Schülerin" erhalten. Habe ich nicht, aber das Quasseln zum Beruf gemacht: Ich arbeite als Sozialpädagogin und habe meine Ausbildung zur Systemischen Familientherapeutin im April 2022 abgeschloßen. 
Ich kann nur sehr schlecht still sitzen, habe immer sehr viele Ideen im Kopf, die sich niemals alle in die Tat umsetzen lassen. Am liebsten mag ich Bewegung in der Natur und fühle mich dieser seit unserem Auslandsjahr vor einem Jahrzehnt in Kanada verbunden. Hier komme ich zur Ruhe, und kann die Akkus wieder laden. 
Unendlich glücklich bin ich, wenn ich schreiben kann, um meinen Gedanken und Gefühlen freien Lauf zu lassen. Mittlerweile schreibe ich also öffentlich. Bauchtier ist wahrlich mein Herzensprojekt und bekommt mal mehr, mal weniger Aufmerksamkeit! Ich freue mich sehr, dass du noch immer hier bist. Wirklich, ich freue mich. 

Wie kam es zu Bauchtier? Was ich immer wieder wahrnehme, wie sehr Mütter und Väter anders als früher - eigentlich mehr denn je - unter gesellschaftlicher Beobachtung stehen. Eltern und Familien eines zappeligen, lauten, aktiven und ungeduldigen Kindes geraten schneller in den Mittelpunkt. Sie werden vielleicht schneller in Schubladen gesteckt und verurteilt. Eine Erfahrung die bei uns eine große Unsicherheit, Betroffenheit und das Gefühl der Bloßstellung hinterließ. Ein Prozess, indem wir uns viele Male fragten:„Haben wir alles richtig gemacht? Wie können wir unserem Kind helfen?“ Mit Heranwachsen des großen Rabauken wuchs auch das Bauchtier und stellte unseren Alltag auf den Kopf. Wie sehr unser Alltag auf den Kopf gestellt wird und welchen Herausforderungen wir dem Bauchtier trotzen müssen schreibe ich in meinem Blog.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen und wünsche dir für dich und dein Kind von Herzen, die vielen und großen Schritte gemeinsam zu gehen. Sei offen für Veränderungen. Habe das Vertrauen in euch, dass ihr es gemeinsam schaffen könnt, ein friedvolleres Familienleben zu führen. Der Blick über den Tellerrand lohnt sich: Think outside the Box!

Danke, für deine Aufmerksamkeit! 

 

 
 

"Ich glaube daran, dass das größte Geschenk, das ich von jemandem empfangen kann, ist, gesehen, gehört, verstanden und berührt zu werden. Das größte Geschenk, das ich geben kann, ist, den anderen zu sehen, zu hören, zu verstehen und zu berühren. Wenn dies geschieht, entsteht Kontakt."

(Virginia Satir )

 
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